Motorumbau 20V Sauger

Wie soll ich hier anfangen? Am besten so: viel gehört und darüber gelesen und nachdem div. Soundfiles online waren war klar der 5Zylinder 20V Sauger mit org. Fächerkrümmer sollte in mein Auto! Der Motor selbst gefiel mir schon sehr lange und eigentlich sollte in den `Grünen` auch einer rein nur wäre da der Umbauaufwand von 4 auf 5Zylinder zu groß gewesen. Nur gut das der `Neue` schon einen 5Zylinder verbaut hatte. Zwar den weitverbreiteten NG aber eine gute Umbaugrundlage.  

Nun könnten wieder Stimmen aufkommen die sagen: warum nicht gleich auf 20V-Turbo umbauen? Für mich ganz einfach: viel zu teuer, hat das mittlerweile fast jeder und ist der 20V Sauger viel seltener bzw. wird es aufgrund der Turbofonie. Außerdem wer sagt das nicht irgendwann ein S2 oder RS2 kommt :-)

Kurz die technischen Daten:

  • 2,3l Hubraum
  • 167/170 PS
  • 20 Ventile, 4 Ventiltechnik
  • 2 obenliegende Nockenwellen DOHC
  • MPI, diagnosefähig

Ich habe einen Motor recht günstig mit allen Anbauteilen bekommen. Man sollte mit 300-500Eu rechnen und darauf achten das alles dabei ist. Kleinkram läppert sich gerade was die MPI angeht (Geber +Sensoren). Ebenso sollte man wissen das es zwei Versionen der MPI gibt wobei die letzte Version seltener und somit in gewissen Teilen auch teuerer (DK mit neuem Poti)ist. Sie sind am einfachsten am SG selber zu unterscheiden: neue Version 4Stecker, alte Version nur 2Stecker am SG.

Als sehr hilfreich in Sachen 20V und dessen Tuning hat sich Schorsch´s Seite und das Forum etabliert. 

       
       

Ich habe mich vor dem Einbau zu einer Motorrevision entschieden das heißt Kopf planen, Ventile einschleifen, Block komplett neue Dichtung, Pleullager (Sputter) vom RS2 und frisches Öl - logisch. Die Gründe warum ich z.B. die RS2 Lager eingebaut habe findet ihr im Forum, hauptsächlich soll es die Standfestigkeit des Motors erhöhen.

Vor dem Einbau habe ich den Kopf und den Block ,soweit es möglich war, vervollständigt. Am Kopf selber habe ich noch den Fächerkrümmer montiert da dieses im ausgebauten Zustand viel leichter geht und man ohne Mühe an alle Schrauben kommt. Zum Fächer ist zu sagen, daß es der org. 20V Fächer ist der extra mit Thermoband umwickelt wurde um die Temperaturen niedrig zu halten. Desweiteren habe ich ein AXG Getriebe mit 500km Laufleistung und eine neue Kupplung eingebaut.

Zum Motortausch selbst gibt es nicht viel zu sagen außer das ein Haufen Arbeit vor einem steht. Ich habe für Motor + Getriebe, Bremse, BKV ca.40h gebraucht und da hatte ich tatkräftige Unterstützung. Aber dafür ist er gleich beim 1mal Starten angesprungen.

Getauscht muß werden (ich gehe vom NG aus): Kabelbaum, Steuergerät, Auspuffanlage da 60mm, Bremse VA, div. Kleinigkeiten können getauscht oder aber angepaßt werden (z.B. Kraftstoffleitung). Der Bremskraftverstärker muß nicht zwingend auf Hydraulik umgebaut werden, ich kenne Umbauten die mit dem Unterdruckverstärker ohne Probleme fahren.

Eine genaue Anleitung zu geben wäre immens daher nur eine grobe Auflistung von Motor-Getriebe-Einheit:

Wie man weiter verfährt ist jedem selbst überlassen, ob man erst den Motorraum komplettiert oder die Achsen. Praktisch ist es zu Zweit - Arbeitsteilung. Div. Drehmomente stehen auf der HP und im "Wie helfe ich mir selbst" (was sich jeder Schrauber zulegen sollte!).

Nun müssen noch alle anderen Teile montiert werden und fertig. Bei der Montage sollte man immer eine gewisse Abfolge einhalten so z.B. nicht erst die Radlagergehäuse und dann die Antriebswellen -> andersrum geht es einfacher und schneller.

Ebenfalls ist eine Nachrüstung der Zusatzinstrumente, soweit diese Werkseitig nicht verbaut wurden, (diese zeigen den Öldruck und die Öltemperatur des Motors an) und eines externen Ölkühlers sinnvoll. Gerade die Temperatur ist ein Knackpunkt des Motors, wer will schon einen reißenden Ölfilm bei 200km/h auf der Bahn. Ich nicht. Die Ölkühler gibt es eigentlich überall zu kaufen man sollte nur darauf achten das man einen Adapter mit Thermostat (~80°C) hat. Sonst wird das Öl nicht warm und die Warmlaufphase des Motors verlängert sich unnötig und der Verschleiß steigt.

   
   

Bevor ich den Motor eingebaut hatte stand schon fest das dieser wieder mit Autogas laufen soll, der Kosten wegen. Daher habe ich mir einen kompletten Frontkit einer Multipointanlage besorgt (meine Alte war eine Venturi). Es macht sich viel besser die Düsen ins Saugrohr einzubauen wenn dieses ausgebaut ist außerdem fallen die Spänne nicht hinein bzw. man kann sie mehr recht als schlecht wieder entfernen. Also Düsen und Schlauch montiert, Gasventile aufgesteckt und der Motor war saugrohrseitig "dicht". Den Rest der Anlage habe ich anschließend später installiert. Ich wollte sowieso erst den Motor auf Sprit laufen lassen.